II. 10 Praktische Dinge zum Konfirmandenjahr



Leben und auch Chrsitsein ist andauerndes, lebenslanges Lernen. Das beginnt, wenn Eltern und Pat/innen ihr Versprechen, ihr Kind in die Inhalte des Glaubens einzuführen. Der Konfirmandenunterricht ist eine Station auf diesem Lernweg.

Er vertieft, was die Jugendlichen über den Glauben wissen, bzw. mit Gott erlebt haben. Er fasst in Worte und bringt auf den Punkt, was oft nur vages Gefühl ist. Immer wieder nehmen auch Jugendliche teil, für die der Unterricht Erstbegegnung mit Fragen des Glaubens ist.
Der Konfirmandenunterricht setzt bei dem an, was die Jugendlichen wissen bzw. schon erlebt haben. Ihre Person, ihr Leben und ihre Fragen sind neben dem christlichen Inhalt wie der zweite Brennpunkt einer Ellipse.
Natürlich darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

 

Hier einige praktische Hinweise zum Konfirmandenjahr:



1. Dauer

Es dauert nicht ganz ein Jahr. Es beginnt nach den Pfingstferien und endet  in der Regel am 5. Sonntag nach Ostern (Sonntag "Rogate") im darauffolgenden Jahr mit der Konfirmation.



2. Anmeldung

Vor Beginn werden alle evangelischen oder potentiell interessierten Kinder und Erziehungs- berechtigten (in der Regel die Eltern) eines Jahrgangs übers Amtsblättle zu einem Anmeldeabend eingeladen, zu dem Sie nach Möglichkeit das Stammbuch mitbringen sollten.



3. Alter der Konfirmand/innen

Durch eine Rahmenvereinbarung zwischen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Land Baden-Württemberg müssen die Schulen nur noch im 8. Schuljahr den Mittwochnachmittag von Schulunterricht frei halten (früher Klassen 7 und 8). Viele Schulen setzen diese Regelung um. Deshalb ist das besuchte Schuljahr (bei der Anmeldung Klasse 7) für die Anmeldung mittlerweile entscheidender als das biologische Alter bzw. der Jahrgang. Im Zweifelsfall setzen Sie sich einfach mit dem Pfarramt in Verbindung.



4. Kosten

Leider kann die Kirchengemeinde nicht alle entstehenden Kosten übernehmen. Für das Arbeitsbuch, Material usw. müssen wir von jeder Familie 20.- € für das Konfi-Jahr einsammeln. Dazu kommen Kosten für Veranstaltungen wie das Konfi-Camp des Kirchenbezirks, das zum Konfi-Jahr gehört, die Übernachtung, ggf. einen Besuch des Jugendtages des Landes-Jugendwerks (zweijährig), den Blumenschmuck u.a..

 

Sollte das für eine Familie ein Problem darstellen, können Sie gerne vertraulich auf Pfarrer Wegner-Denk zukommen. Das Konfi-Jahr soll auf keinen Fall an den Finanzen scheitern.



5. Freiwilligkeit und Pflicht(en)

Der Unterricht ist freiwillig. Wer sich aber dafür entscheidet, signalisiert, dass ihm/ihr diese Sache in diesem Jahr wichtiger ist als andere Dinge, d.h.  dass in diesem Jahr Konfi-Termine Vorrang vor anderen haben (natürlich gibt es begründete Ausnahmen).

 

Wer sich anmeldet, verpflichtet sich auch Regeln einzuhalten, wie "regelmäßige Teilnahme am Unterricht", aktive Mitarbeiten, Auswendiglernen der wichtigsten Inhalte christlichen Glaubens und auch die Mitkonfirmand/innen nicht durch negatives Verhalten am Mitmachen zu hindern. 

 

Das "ja" zu Gottes "ja" hat Folgen für das gesamte restliche Leben und will darum reiflich überlegt sein. Deshalb bitten wir Eltern und Verwandte keinen Druck aufzubauen. Wenn jemand - sei es auch am Tag vorher - entscheidet, sich nicht konfirmieren lassen zu wollen, respektieren Sie das bitte! Richten Sie der/dem Jugendlichen dann doch bitte trotzdem eine Feier aus, mit (Geld-)Geschenken usw., denn die eigene Überzeugung und doch nicht zu erwartendes Geld sollte Ansporn zur Konfirmation sein!



6. Kein Konfirmandenunterricht ohne Teilnahme am Religionsunterricht

Wer aus "Glaubens- und Gewissensgründen" vom Religionsunterricht abgemeldet ist (das ist die einzige Möglichkeit sich vom Religionsunterricht abzumelden), kann logischerweise nicht am Konfirmandenunterricht teilnehmen.



7. Immer wieder mittwochs … manchmal aber auch samstags …

Der Unterricht findet mittwochs (außer in den Schulferien) von 15:00-16:30 Uhr abwechselnd in Bickelsberg und in Brittheim statt.
Übers Jahr gibt es zudem einige verpflichtende Samstags- oder Wochenendtermine.

Aus rechtlichen Gründen können erkrankte oder verhinderte Konfirmand/innen ausschließlich von Erziehungsberechtigten und im Voraus entschuldigt werden, nicht von "Kamerad/innen".



8. Gottesdienstbesuche

Wer Interesse an der Konfirmation hat, sollte auch an der Hauptwesensäußerung christlichen Glaubens Interesse haben, am Gottesdienst. Wir setzen deshalb voraus, dass im Konfi-Jahr mind. 25 Gottesdienste besucht werden, also ca. alle 2 Wochen. Das muss nicht immer in der eigenen Gemeinde sein. Deshalb gibt es zur eigenen Kontrolle "Unterschriftenheftchen", in denen man sich den Besuch - z.B. in der Heimatkirche aber auch z.B. bei einem Jugendgottesdienst usw. - bestätigen lassen kann.



9. Praktisches Lernen

Lernen hat immer auch mit "Erfahrung sammeln" zu tun. Deshalb sind die Konfirmand/innen während des Jahres aufgefordert, einige Erfahrungen mit konkreten Gruppen, Verantwortungsbereichen usw. in der Gemeinde zu machen um die Lebensäußerungen erwachsenen, christlichen Lebens vor Ort und auf dem Kleinen Heuberg kennen zu lernen. Das soll es ihnen erleichtern sich nach der Konfirmation leichter entscheiden können, ob und wie sie ihr weiteres Christenleben gestalten möchten, wo sie sich einbringen können und wollen.



10. Konfi-Jahr und Eltern

Auch wenn es im Alltag nicht mehr immer so zu merken ist, im Konfirmandenalter sind die Eltern noch immer Vorbilder. So ist es für Konfirmand/innen nur schwer nachvollziehbar, wenn diese Konfirmation für ganz wichtig halten, aber selbst nur höchst selten einen Gottesdienst besuchen. Sie sind deshalb eingeladen die Jugendlichen zu Gottesdiensten zu begleiten.

 

Da das Konfi-Jahr für viele Eltern auch eine Übergangszeit ist - Zeit in der Loslassen gelernt und geübt werden muss und nicht zuletzt eine Zeit in der sich Viele wieder Zeit nehmen (können) sich selbst Lebens- und Glaubensfragen zu widmen - würde Sie Pfarrer Wegner-Denk im Konfi-Jahr gerne kennen lernen und Sie mindestens einmal besuchen. Zudem bietet er - auf Wunsch - auch thematische Elternabende an zu Glaubensfragen, Fragen der Pubertät oder zu Themen, die Ihnen in diesem Jahr unter den Nägeln brennen.

 

Wir wünschen ein gelingendes und gesegnetes Konfi-Jahr!