III. Weitere, häufig gestellte Fragen



1. Ist die Konfirmation die Zulassung zum Abendmahl?

Im Jahr 2000 kehrte die Württ. Landeskirche in dieser Frage zu den reformatorischen Wurzeln zurück. Seither sind wieder alle - auch Kinder - zum Abendmahl eingeladen.
Wobei es gut ist, wenn die Kinder wissen, was das Abendmahl ist und bedeutet. Manche Kirchengemeinden bieten dafür einen Extra-Unterricht in Klasse 3 (KU 3).

 

Damit ist die Konfirmation nicht mehr die Zulassung zum Abendmahl.



2. Wir sind nicht in der Kirche - kann unser Kind konfirmiert werden?

Ja, sofern Sie bei Kindern unter 14 Jahren Ihre schriftliche Einwilligung geben.



3. Ist der Unterricht bei Ihnen möglich, wenn wir in einem anderen Ort wohnen?

In besonders begründeten Situationen ist eine Teilnahme an unserem Konfirmandenunterricht möglich. Dazu bedarf es im Vorfeld eines besonderen Gesprächs über die Beweggründe und eine Absprache mit Ihrer/m Pfarrer/in vor Ort.



4. Welche Rechte entstehen durch die Konfirmation?

Wer konfirmiert ist und das 14. Lebensjahr vollendet hat, kann ein Patenamt übernehmen.



5. Mein Kind ist nicht getauft - kann es konfirmiert werden?

Kein Problem, wenn es am Konfirmandenunterricht teilgenommen hat und selbst äußert, dass es die Taufe möchte. Diese findet dann in der Regel im Konfirmationsgottesdienst statt. Taufpaten sind dann keine notwendig.



6. Was könnte man zur Konfirmation schenken?

Am weitesten verbreitet ist es Geld zu schenken. Am besten aber Sie lassen sich etwas ganz Persönliches einfallen. Auch ist es eine gute Tradition, zur Konfirmation ein "Evangelisches Gesangbuch" zu schenken. 

Gerne können Sie ein neues Gesangbuch im handlichen Kleinformat bei uns im Pfarramt erwerben - zum selben Preis, wie im Buchhandel.



7. Kann ich mich auch als Erwachsener konfirmieren lassen?

Grundsätzlich ja, denn die Konfirmation ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Als Erwachsener ist Voraussetzung, dass Sie getauft sind und an einem Unterricht im Glauben teilgenommen haben. Es empfiehlt sich aber diesen Unterricht gesondert mit dem Pfarrer abzusprechen, da eine Teilnahme am Unterricht der übrigen Konfirmand/innen aus zeitlichen und auch sonst verständlichen Gründen, eher nicht für Erwachsene geeignet ist.



8. Was ist die Konfirmandengabe?

Die Konfirmand/innen sind eingeladen einen Teil Ihrer Geschenke für einen wohltätigen Zweck zu "spenden". Das entspringt dem biblischen Gedanken, dass Christenmenschen das, was Gott ihnen (auch durch andere Menschen) schenkt mit anderen teilen, die bedürftig sind. In der Bibel sind das meist 10% des Einkommens. Den Konfirmand/innen werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt und sie selbst können entscheiden, wohin das Geld gehen soll.

 

Die Gabe ist nicht zu verwechseln mit dem Gottesdienstopfer, das von den Gottesdienstteilnehmer/innen, erbeten wird.



9. Endet das Patenamt mit der Konfirmation?

Die kirchliche Aufgabe die Eltern bei der christlichen Erziehung zu unterstützen, endet mit der Religionsmündigkeit und damit auch das Patenamt.
Weitere Absprachen (z.B. über den Verbleib von Kindern im Todesfall der Eltern) sind privater Natur und müssen zur Gültigkeit ohnehin notariell beglaubigt sein.
Aber es ist schön und kommt sehr häufig vor, wenn die guten, besonderen Kontakte zwischen Paten und Patenkind ein Leben lang bestehen bleiben!

 

Bis zur Religionsmündigkeit ist das Patenamt ein kirchliches Amt, so dass die Eltern eines Täuflings Pat/innen nicht davon entbinden können. Das Patenamt erlischt automatisch, wenn ein/e Pat/in aus ihrer/seiner Kirche austritt. Pat/innen können ihr Amt von sich aus niederlegen, z.B. wenn sie es aufgrund großer Entfernung (bei Umzug o.ä.) nicht mehr ausüben können.