"Allerheiligenkirche" Brittheim

Foto: (c) H. Scheich

 

Auf diesen Unterseiten finden Sie Beschreibungen unserer kleinen, ortsbildprägenden, gothischen (1861 neugothisch restauriert und erweitert) Kirche, ihrer Besonderheiten innen und außen, sowie der Glocken.

 


Falls Sie noch weitere Informationen zu unserer Allerheiligenkirche haben, wenden Sie sich bitte ans Pfarramt. Wir freuen uns über jeden stichhaltigen Hinweis und arbeiten ihn dann gern in unsere Internetpräsenz ein.
So fehlt uns z.B. jeglicher Hinweis, warum der Turm im "Westen" steht, statt im "Osten".

Kleine Kirchen-Geschichte

Kirche Brittheim

Holzschnitt: Archiv

Anfangs hatte der winzige Weiler "Britthaim" (782 erstmals als Gemarkung Schenkung des Hochadligen Wolfhart ans Kloster St. Gallen erwähnt) wohl keine eigene Kirche und wurde offenbar vom benachbarten, größeren Pfarrdorf Haarhausen (1094 erstmals als Schenkung ans Kloster St. Georgen erwähnt) kirchlich mitversorgt.

 

Brittheim - das 1317 von den Herren von Teck dem Haus Württemberg geschenkt wurde und das noch 1525 lediglich aus 5 Häusern bestand - errichtete wohl schon um 1050 eine eigene Kapelle und wurde 1275 zur "Pfarrei". 

 

Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Ortschaft Haarhausen - samt Schlösschen, kleiner Burg und Kirche "Sankt Stephan" (die noch mindestens bis 1491 stand) - aufgegeben. Nach sehr langem Rechtsstreit wurde die Gemarkung erst 1800 endgültig Brittheim zugeschlagen. Vom verlorenen Ort sind keine Reste erhalten. 

 

1525 feierte die neu gebaute, spätgothische "Allerheiligenkirche" Patrozinium.

 

Nach der Reformation 1535 wurden 1542/45 die Pfarreien Brittheim und Bickelsberg verinigt - mit Pfarrsitz in Bickelsberg.
1743 wurde dort die Georsgkirche errichtet, die so großzügig bemessen war, dass sie die Gemeindeglieder beider Orte fassen konnte. Doch die Idee, die Allerheiligenkirche "mit der Zeit" überflüssig zu machen, scheiterte.

1852 wurde der Friedhof, der um die Kirche herum angelegt war, an den Ortsrand verlegt. Die Naturstein-Friedhofs-Mauer umgerenzt die Kirche aber bis heute.

 

Die Allerheiligenkirche wurde 1858-61 in neugothischem Stil renoviert und um einige Fenster, eine Rundumempore und die Turmspitze - des bis dahin einstöckigen Turms - erweitert. Eventuell wurde bei diesem Umbau (oder in den Jahrhunderten davor) auch der Dachboden eingebaut, der heute das östliche Rosettenfenster vom Kirchenraum trennt.

Zustand vor 1966 - Fotos: (c) Monika Rauch-Schulz (abfotografiert von zwei gerahmten Archivbildern)

1966-68 wurde die Kirche erneut grundlegend umgebaut (in den jetzigen Zustand) und um einen Anbau, den Gemeindesaal, ergänzt, dessen Dachboden heute einen Teil der Orgel beherbergt.