Pfarrpläne 2011 und 2018 in Täbingen, Isingen und Rosenfeld

Anders als im Kirchenbezirk Sulz war der Kleine Heuberg jenseits der Kirchenbezirksgrenze im Kirchenbezirk Balingen bereits früher von Einsparungen betroffen. Im Pfarrplan 2011 wurden die Pfarrstellen Isingen und Täbingen je um 25 auf 75% gekürzt (zu erfahrungsgemäß grundsätzlich unbesetzbaren Dienstumfängen). Im Pfarrplan 2018 wurden jeweils nochmals 25% gekürzt.
Da im ländlichen Raum auch 50%-Stellen kaum (bestenfalls vorübergehend) besetzt werden können, berieten beide Kirchengemeinden längere Zeit über Strukturen, die wieder bzw. weiterhin kontinuierliche Pfarr- und Gemeindearbeit ermöglichen. Beide haben eine(n) Lösung(sweg) gefunden. Dabei kooperieren sie und sind eng verbunden mit benachbarten Kirchengemeinden. Die Eigenständigkeit und damit auch die Besonderheiten der Gemeinden werden dabei aber gewahrt.

 

1. Kirchengemeinde Täbingen
Nach Sondierungen mit Isingen und den übrigen Kirchengemeinden vom Kleinen Heuberg, entschied sich Täbingen dazu, Gespräche mit den Kirchengemeinden Endingen und Schömberg-Erzingen zu führen. Derzeit beraten die drei Kirchengemeinden Details zur Errichtung einer gemeinsamen "Gesamtkirchengemeinde", die mit dem Pfarrplan 2024 evtl. noch 50% - für dann insgesamt 200% (bisher 250%) - Stellenanteile verlieren dürfte. Wenn es gelingt, eine gute Geschäfts- und Gottesdienstordnung auf den Weg zu bringen, könnte das entstehende Konstrukt eine zukunftsfähige und gut besetzbare Struktur sein mit großer Selbständigkeit und Eigenverantwortung der einzelnen Kirchengemeinden.

 

2. Kirchengemeinde Isingen (und Rosenfeld)
Nach Sondierungen mit Täbingen, suchte Isingen die Nähe zur Nachbarkirchengemeinde Rosenfeld. Für eine enge Zusammenarbeit war Isingen zu einem Kirchenbezirkswechsel und zur Neuordnung des Gemeindegebiets bereit. So kamen die Orte Binsdorf und Erlaheim (ca. die Hälfte der Gemeindeglieder) zur Kirchengemeinde Ostdorf (Kirchenbezirk Balingen). In nur ca. 9 Monaten gelang es Isingen dann mit der Kirchengemeinde Rosenfeld eine Verbundkirchengemeinde auf den Weg zu bringen, die nun seit 1. Januar 2018 besteht. Eine Verbundkirchengemeinde ist eine engere Verbindung als eine Gesamtkirchengemeinde (z.B. verwaltet der Verbund Finanzen und Veranstaltungen des Gesamtkonstrukts), wahrt aber dennoch Selbständigkeit und Eigenverantwortung der beteiligten Kirchengemeinden und Gemeindeglieder. HIER finden Sie einen Artikel des Schwarzwälderboten vom 6. Februar 2018.